Sommerfest im Gartenparadies Zum Sommerfest luden die
Hersbrucker Altstadtfreunde erstmals in ihren Garten auf der
Pegnitzinsel ein. Zwar wurde auch bisher schon immer auf einer Insel
gefeiert, nämlich auf der Insel bei der Schlossmühle, im Sägewerk und
der Zimmerei des Vorsitzenden Christian Breu, doch nun zog man einige
hundert Meter weiter flussaufwärts auf die Turnhalleninsel, früher als
großer Bleichanger bekannt. Dort hat der Verein einen Garten geerbt,
der nun in der alten Art weiter bewirtschaftet wird.Altstadtfreunde feierten erstmals im geerbten Garten auf der Turnhalleninsel Im neuen Garten auf der Turnhalleninsel feierten die Altstadtfreunde ihr Sommerfest An dem warmen Sommerabend fand sich eine überaus große Anzahl von Mitgliedern zum Feiern ein, sogar aus Hamburg war ein Mitglied angereist. Barbara und Phil Sydenham hatten alles mit dem 2. Vorsitzenden Hermann Schmitt vorzüglich vorbereitet. Für den Fall eines überraschenden Regens war sogar ein Zelt aufgebaut worden. Der Garten war großartig in Schuss und schon der Weg entlang der Pegnitz mit dem Blick auf die romantischen Gärten der Anwesen des Obermühlweges war eine Augenweide. Breu begrüßte die Besucher und schilderte kurz die Geschichte des Gartens. Die erste Kassenverwalterin des Vereins, Jolanda Müller, ist vor einiger Zeit verstorben. Da ihre Verwandten in Amerika wohnen, so vermachte sie den Altstadtfreunden ihren Garten, in der Hoffnung, dass er weiter so erhalten wird. Sie selbst hatte schon als Kind dort gespielt und mit ihrem Bruder den Großeltern bei der Beerenernte geholfen. Die Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren wurden dann zu köstlichen Kuchen und Torten verarbeitet und in der Konditorei Müller, heute Cafe Kohl, Pragerstraße verkauft. In ihrem Garten wurde gefeiert: die vor einiger Zeit verstorbene erste Kassenverwalterein der Altstadtfreunde, Jolanda Müller. Das Foto wurde am 16. April 2007 aufgenommen. Die Altstadtfreunde wollen nun zwar nicht zum Gartenbauverein werden, aber zu einem Wohnhaus gehört oft ein Garten und die Gartenkultur ist seit der Barockzeit zu einem wichtigen Bestandteil des Wohnens geworden. In diesem Garten befindet sich eines der wenigen noch erhaltenen zweistöckigen Gartenhäuschen mit Fachwerkwand, das es zu erhalten gilt. Breu dankte auch der Familie Lindner, die in den letzten Jahren den Garten mit Frau Müller gepflegt hatte. Er hofft, dass sich immer genügend Helfer finden mögen, um den Garten auch weiterhin gut zu pflegen. Gerade Familie Sydenham kann sich hier heuer verstärkt einbringen, da ihr Garten in der Hopfau zum Teil der Erweiterung der „Ostbahn“ zum Opfer fiel. Somit kann dort nun wenig gemacht werden, bis die zweigleisige Bahnstrecke fertig gestellt ist. Breu wünschte einen unterhaltsamen Abend, der es bei Bratwürsten und Hersbrucker Bier vom Fass auch wurde, zumal Günther Euskirchen zu später Stunde die Klarinette auspackte und begleitet von Bernhard Reil am Akkordeon viele fränkische „Stückla“ zum Besten gab. HELMUT SÜß |