Altstadtfreunde
erkundeten alten
Bahnhof
Diese mussten
schon vor der Zugeinfahrt
aus Richtung Henfenfeld geschlossen werden, weil man bei ungünstigsten
Verhältnissen mit einem Durchrutschweg von 900 Metern
rechnete und hier
die Überquerenden hätten gefährdet werden können. Dadurch kam es oft
zu langen
Schließungen der Schranke. Kein Wunder, dass mancher versuchte, noch
schnell
durchzufahren wenn er sah, dass die Schranke geschlossen wurde. Das
allerdings war für den Schrankenwärter auf dem Stellwerk in Problem,
denn er konnte die Schranke nicht mehr anhalten. Wenn er die Handkurbel
abgebremst hätte, hätten die Schranken durch den Bremsvorgang stark
gewippt und
hätten sogar abbrechen können. Das Auf- und Abkurbeln der Schranke war
also mit
Augenmaß auszuführen und war auch recht anstrengend. Es war damals noch
starker
Güterverkehr am Bahnhof, bevor er nach 1973 auf den rechten Bahnhof
verlegt
wurde. Bau
der Hochspannungsleitungen bei der Baywa auf der
Hersbrucker Ostbahn, die früher sogar einen eigenen Gleisanschluss hatte. Foto: privat Wockenfuß, Linn
und Baywa hatten
eigenen Gleisanschluss und verluden ihre Güter und luden die
Sendungen ab.
Die Firma Muggenthaler hatte einen Anschluss für die großen
Gleisstopfmaschinen
und die Firma Raum verlud die großen Weintanks. Damit während der Fahrt
kein Unfall
durch überstehende Ladungen bei Tunnels passieren konnte, gab es ein
Lademaß,
das heute noch unweit des Lagers des ehemaligen Alteisenhändlers
Gebhard
(heute Auto-Reparaturwerkstatt) steht. Es ist ein großes Holzgerüst,
durch das
der beladene Wagen durchpassen musste.
In den östlichen Gebäuden befand sich die Bahnmeisterei, die für den Unterhalt sämtlicher Bahnanlagen zuständig war, und dahinter die große Güterhalle für den Stückgutverkehr. Sie war seit den 70er Jahren aufgelassen und nach rechts der Pegnitz verlegt worden. Durch die Spediteure Hopfengärtner und Uebler wurde der Transport von den Firmen dorthin bewerkstelligt, wenn sie kein eigenes Fahrzeug hatten. HELMUT
SÜSS |